126 Trinksprüche zum Schnaps

1

Solange es uns Menschen gibt,
sind auch Getränke sehr beliebt -
ich meine hier natürlich nur
die alkoholischer Natur.
-
Man trinke Schnaps stets nur zum Essen!
Das Bier dazu soll man vergessen!
Und ob in Kneipe oder Haus:
Man lasse immer einen aus!
Wenn man das ganz genau so tut,
dann fährt man stets - auch Auto - gut.
aus "Die Kunst des Trinkens" v. Heinz Erhardt


2

Iss, was gar ist,
trink, was klar ist,
red, was wahr ist.
Marthin Luther


3

Schnaps ist unter den Getränken das Nützlichste,
unter den Nahrungsmitteln das Schmackhafteste
und unter den Arzneimitteln das Angenehmste.


4

Das Geräusch des Korkens erinnert mich an das Hochgehen des Vorhangs bei einer Premiere,
denn nur Gott allein weiß,
was uns da erwartet.
François Mauriac


5

Der Schnaps steigt in das Gehirn,
macht es sinnig, schnell und erfinderisch,
voll von feurigen und schönen Bildern.
nach William Shakespeare


6

Trink ihn aus, den Trank der Labe,
Und vergiß den großen Schmerz!
Wundervoll ist Bacchus' Gabe,
Balsam für's zerrissne Herz!
aus "Das Siegesfest" v. Friedrich v. Schiller


7

Die besten Vergrößerungsgläser für die Freuden dieser Welt sind jene,
aus denen man trinkt.
Joachim Ringelnatz


8

Es gibt mehr alte Schnapstrinker
als alte Ärzte.

9

Im Wasser kannst du dein Antlitz sehn,
im Schnaps des andern Herz erspähn.

10

Der Schnaps ist ein vortrefflich Ding,
Die Frauen achten's leider zu gering
Und haben's nicht bedacht.
Er stärket den Mut,
Bewegt das Herz in frischer Glut
Er stärket den Mut,
Bewegt das Herz
Bei Tage und bei Nacht!
nach Wilhelm Busch


11

Ihr nimmt Arzeneien, Spritzen, Pillen
nach des Onkel Doktors Willen.
Zum Teufel, schenkt ein Schnäpschen ein,
ihr braucht dann gar nicht krank zu sein.

12

Likör tut auch dem Manne gut -
wenn die Frau ihn trinken tut.

13

Ein Fläschchen Schnaps ergreif ich da,
Das trifft sich doch geschickt!
Ich bring es dir, du bringst des mir,
Und bald sind wir erquickt.
aus "Gutmann und Gutweib" v. J. W. v. Goethe

14

Das Wasser war zu jeder Zeit
die beste aller Gaben.
Wir wollen aus Bescheidenheit
das Beste gar nicht haben.

15

Wenn man nicht trinken kann,
soll man nicht lieben;
Doch sollt ihr Trinker euch
nicht besser dünken,
wenn man nicht lieben kann,
soll man auch nicht trinken.
nach J. W. v. Goethe

16

Es ist ein Brauch seit altersher,
wer Sorgen hat, hat auch Likör.
Doch wer zufrieden und vergnügt,
Sieht auch zu, daß er welchen kriegt.
Wilhelm Busch

17

Es schützt vor vielen Sorgen,
Gott sei Dank manch Mittel auch,
am besten ist, man gießt am Morgen
sich gleich ein Schnäpschen in den Bauch.

18

wenn´s nicht brennt
nicht´s gsicht verzerrt
kein lautes "hhhhh..."
aus den lungen fährt
wenn man nicht verkehrt
fährt aus dem gewand
dann ist´s gewiß
ein edelbrand

19

Der Schnaps wirkt stärkend auf den Geisteszustand,
den er vorfindet:
Er macht die Dummen dümmer,
die Klugen klüger.

20

Ich halte
einen guten Schnaps in meinen Händen
und atme
seinen Duft ganz tief in mich hinein
und wünsche,
niemals, niemals dürft es enden,
auf immer
sollte dieser schöne Duft sei mein.
Nach Burkhard Kohler

22

Aus dem Feuerquell des Schnapses,
aus dem Zaubergrund des Bechers,
sprudelt Gift und süße Labung,
sprudelt Schönes und Gemeines,
nach dem eig´nem Wert des Zechers,
nach dem Trinkenden Begabung.
Nach Friedrich Bodenstedt

23

Trink ich, so bin ich,
trink ich nicht, so bin ich auch!
Drum will ich lieber trinken und sein,
als nicht trinken und auch sein.

24

In vino veritas -
im Schnaps ist auch so was.

25

Rinne bauchwärts, Sonnenstrahl. Feuchte meine dürre Kehle.
Kommst du unten an im Tal, jauchzt gen Himmel meine Seele.
Meine Niere pocht Alarm, und sie lechzt nach deinem Kuß.
Du machst Eisgefilde warm, heiliger Schnapsissimus.

26

Lasset uns trinken zum Wohle aller,
die wir lieben.
Lasset uns trinken zum Wohle aller,
die uns lieben.
Lasset uns trinken zum Wohle aller,
die die lieben, die uns lieben.
Lasset uns trinken zum Wohle aller,
die die lieben, die jene lieben, die uns lieben und die wir lieben.

27

Ein Schnäpschen trink´ ich,
weil ich lustig bin,
ein zweites weil´s mir schmeckt,
ein drittes weil´s nach meinem Sinn
den Geist des vierten weckt.
Ich greif´ zum fünften dann,
weil ich´s nun mal nicht lassen kann.
Ich trinke das sechste und
beim siebten seufz' ich Weh und Ach,
denn auch die Füße werden schwach.
Und tränk' ich nun das achte nicht,
verlör ich ganz das Gleichgewicht,
beim neunten denk ich -
das ist ja toll,
noch lange ist kein Dutzend voll.

28

Eines musst Du dir gut merken,
Schnäpschen können stärken.
Schnäpschen trinken ist stets labend,
ob am Mittag oder Abend.
Schnäpschen glätten Deine Stirn,
bringen Ideen Dir ins Gehirn,
Schnäpschen geben Kraft und Mut,
sowie Wallung in Dein Blut.

Schnäpschen sind in bester Weise,
für zu Hause, für die Reise,
für den Sommer, für den Winter,
für alle, aber nicht für Kinder.

Darum Freund, lass Dir`s raten
trink nach großem Fisch u. fettem Braten
täglich ihrer drei bis vier und keine zehn,
dann bleibt die Welt auch so rund und richtig schön
und Du bekommst auch Nerven wie ein Strick,
ja auch im Schnäpschen liegt Dein Glück.

29

Oh Alkohol, oh Alkohol,
dass du mein Feind bist, weiß ich wohl.
Doch in der Bibel steht geschrieben:
du sollst auch deine Feinde lieben.

30

Wer nicht liebt den Schnaps und den Gesang,
der bleibt ein großer Narr sein Lebenlang.

31

Wir trinke Schnaps, wir trinken Wein
Im Sitzen, Steh'n und im Liegen.
Und sind wir einst kleine Engelein,
So trinken wir auch im Fliegen.

32

Gemütlichkeit wird da empfunden,
wo guter Schnaps und der Humor verbunden.

33

Liebe Freunde, liebe Zecher,
füllt die Gläser, füllt die Becher
und lasst uns einen heben:
Der Hausherr, er soll leben.
Die Hausfrau, die den Löffel schwang,
mindestens genauso lang.

34

Das alte Fass ist ausgetrunken,
der Himmel steckt ein neues an.
Wie mancher ist vom Stuhl gesunken,
der nun nicht mit uns trinken kann.
Doch ihr, die ihr wie wir beim alten
mit so viel Ehren ausgehalten,
geschwind die alten Gläser her
und setzt euch zu den neuen her.
Georg Christoph Lichtenberg

35

Lebe, bis Du satt geküsst
und des Trinkens müde bist.
G.E. Lessing

36

Schwankt der Bauer auf dem Trecker,
war der Schnaps mal wieder lecker.

37

Des Mittags`s tut ein Bier so gut,
auch am Nachmittag es nicht schaden tut;
so soll auch der feine Branntwein,
gegen Abend gar nicht schädlich sein.

38

Gern schliess ich einmal meine Türen,
um in des Nachbars Haus zu gehn;
Doch muss ich deutlich dort verspüren
den Duft des Kräutleins "Gerngesehen".
Bei Euch dies Kraut riecht meine Nas' -
auf Euch erheb' ich drum mein Glas.
Theodor Storm

39

Was für Redner sind wir nicht,
wenn ein Schnäpschen aus uns spricht.

40

Solang man nüchtern ist,
gefällt das Schlechte;
(so)wie man getrunken hat,
weiß man das Rechte.
Goethe

41

Das Trinken lernt der Mensch zuerst,
und später erst das Essen;
Drum soll er auch als guter Christ
das Trinken nicht vergessen.

42

Mit 30 Jahren stirbt ein Pferd, das niemals ein Glas Bier geleert.

Mit 20 sterben Schaf und Ziegen, die niemals Schnaps zu trinken kriegen.

Die Kuh trinkt Wasser nie mit Rum, nach 18 Jahren fällt Sie um.

Mit 15 ist das Leben für den Hund schon um, auch ohne Whiskey, Schnaps und Rum.

Die Katze schleckt nur Milch allein, sie geht nach 13 Jahren ein.

Das Huhn legt Eier für Likör - 6 Jahre lang, dann lebt's nicht mehr.

Der Mensch trinkt Schnaps, trotz kranker Galle und überlebt die Viecher alle.

Damit ist der Beweis erstellt, das Alkohol gesund erhält!

D'rum lasst uns öfter einen heben, damit wir alle länger leben.

43

Das Wasser gibt dem Ochsen Kraft,
dem Menschen Schnaps und Rebensaft,
drum danke Gott als guter Christ,
daß du kein Ochs geworden bist.

44

Es hat der Pater Guardian
vom Klosterschnaps mir angeboten;
ich kenn ihn schon, den dunkelroten,
der alle Toten wecken kann.
aus "Bei den Kapuzinern" v. Rainer Maria Rilke

45

Ein Schnäpschen das tut immer gut,
ob am Morgen oder Abend,
wenn man mit Vernunft es trinken tut,
erquicket es und ist labend.

46

Hätt' Adam uns'ren Schnaps besessen -
hätt' er den Apfel nicht gegessen!

47

Man sagt, dass nur der im Leben was gewinnt,
dem öfters auch ein Schnäpschen durch die Kehle rinnt.

48

Schnaps ist ein Geist, der stets nur lacht!
Und das mit Recht;
Auch wenn die Welt sich dreht,
der Körper hart zu Boden geht.

49

Das Leben ist ein Kampf,
die Liebe ein Krampf,
die Schule ein Überdruss,
das Schnäpschen ein Hochgenuss.

50

Alkohol und Nikotin, rafft die halbe Menschheit hin.
Doch ohne Schnaps und Rauch,
stirbt die andere Hälfte auch.

51

Beim Schnaps ist es wie in der Politik:
Man merkt erst hinterher,
welche Flaschen man gewählt hat.

52

Zu gutem Schnaps sitz fröhlich nieder.
Kehr fröhlich heim, komm fröhlich wieder.

53

Man führt gegen den Schnaps nur die bösen Taten an,
zu denen er verleitet,
allein er verleitet auch zu hundert guten,
die nicht so bekannt werden.
nach Aphorismen v. Lichtenberg

54

Schnaps ist Gottes zweitbestes Geschenk an den Mann.

55

Es ist mir völlig gleichgültig, wohin das Wasser fließt,
solange es nicht in meinen Schnaps läuft.

56

Der Schnaps ist ein Geschenk der Götter,
sie haben den Schnaps dem Menschen
aus Erbarmen gegeben.
nach Platon

57

Schnaps hat oftmals mehr Charakter als manche Menschen,
die ihn trinken.

58

Der Schnaps ist ein Ding,
in wunderbarer Weise für den Menschen geeignet,
vorausgesetzt,
dass er bei guter und schlechter Gesundheit sinnvoll
und in rechtem Maße verwandt wird.

59

Ein gerader Mensch scheut nicht die freundschaftlichen Geschwätze,
die aus dem Rausche hervorgehen.
Jean-Jacques Rousseau

60

Am Rausch ist niemals der Schnaps schuld, sondern immer der Trinker.
nach Kungfutse

61

Schnaps saufen ist Sünde,
Schnaps trinken ist beten.
nach Hermann Hesse

61b
drum lasset uns jetzt beten!

62

Seit Mond und Venus ihre Bahnen gehen,
hat man was Bessres nicht als Schnaps gesehen.
Mich wundert's nur,
daß einer Schnaps verkauft.
Was kann er Bessres denn dafür erstehen.
nach Omar Chaijam

63

Vermeide stets, dich einsam zu besaufen,
und laß es bleiben, wenn du traurig bist.
Doch laß getrost dich voll und voller laufen,
wenn dir so ist, wie mir es immer ist.
Carl Zuckmayer

64

Wer Weiber liebt, der wird zum Narren;
die Sänger haben ihren Sparren;
und gar der Schnaps, wie allbekannt,
bringt seine Leute vom Verstand.
Drum, du guter Doktor Luther,
es treib´ es einer, wie er woll´,
wir bleiben samt und sonders toll.
nach David Friedrich Strauß

65

Ich möcht ein Schnapstrinker sein
mit Kumpanen abends vor der Sonne sitzen
und von den Dingen reden, die wir gleich verstehn
harmlos und ganz einfach meinen Tag ausschwitzen
und nach Mädchen kucken, die vorrübergehn.

Ich möchte ein Schnapstrinker sein
bei einem schönen Klaren und dergleichen
um'ne Runde spielen nach der keiner fragt
ein paar Witze über den Verlierer reißen,
der ganz einfach nur darüber lacht
Ich möcht ein Schnapstrinker sein
mit Kumpanen lachend ein paar Lieder singen
die sich um Trinken, Mädchen und um Liebe drehn
nebenbei ein bißchen reden von den Dingen,
die am Tag so in einer kleinen Stadt geschehn.
frei nach Franz J. Degenhart

66

Er ist der Tröster, den die Schrift den Sterblichen verhieß;
er schafft das wüste Jammertal dir schnell zum Paradies.
Willst du hinieden selig sein, von allen Sorgen frei,
so absorbiere möglichst viel C2H6O2. (Chem. Formel v. Alkohol)
Hans-Heinrich Vogt

67

Trinkt der Bauer zuviel Schnaps
so verläuft er sich schon mal im Raps.
Bauernweisheit

68

Mein Vater war ein trockner Taps,
Ein nüchterner Duckmäuser,
Ich aber trinke meinen Schnaps
Und bin ein großer Kaiser.

Das ist ein Zaubertrank! Ich hab's
Entdeckt in meinem Gemüte:
Sobald ich getrunken meinen Schnaps,
Steht China ganz in Blüte.

Wohl haben die Schüler Äskulaps
Das Trinken mir widerraten,
Ich aber trinke meinen Schnaps
Zum Besten meiner Staaten.

Und noch einen Schnaps, und noch einen Schnaps!
Das schmeckt wie lauter Manna!
Mein Volk ist glücklich, hat's auch den Raps,
Und jubelt: "Hosianna!"
aus der "Kaiser von China" von Heinrich Heine

69

Ein trunkener Dichter leerte
sein Schnapsglas mit jedem Zug.
Ihn warnte sein Gefährte:
"Mein Freund, du hast genug!"
Bereit, vom Stuhl zu sinken,
sprach er: "Du bist nicht klug!
Zuviel kann man wohl trinken,
aber nie genug!"
nach Heinrich von Kleist

70

Verflucht sei Teufels Niedertracht
Denn allzeit böses tat er.
Der Herrgott hat den Schnaps gemacht
Der Teufel schuf den Kater.

71

Wer als Schnaps- und Frauenhasser
Jedermann im Wege steht,
Der genieße Brot und Wasser,
Bis er von uns geht.

72

Sind so lieb die kleinen Schnäpse,
schauen still und stumm.
Dürft ihr nicht zuviel von trinken,
hauen euch sonst alle um.

73

Verstaubt sind unsere Lehrer,
Der Schnaps macht uns klüger.
Der Schnaps verschafft Genuß,
Die Lehrer nur Verdruß.

74

Trinke Schnäpschen, bis dir die Nase glüht
so Rot wie ein Karfunkel.
Auf daß du eine kleine Leuchte hast
in deines Daseins Dunkel.

75

Vom Urbeginn der Schöpfung ist dem Schnaps eine Kraft beigegeben, um den schattigen Weg der Wahrheit zu erhellen.
frei nach Dante

76

Wozu die Wahrheit im Kaffeesatz suchen,
da sie doch so angenehm im Schnaps untergebracht ist.

77

Schnäpse, welche die Einbildungskraft des Trinkers nicht zum Spielen und Gaukeln bringen,
die taugen wenig oder gar nichts.

78

Ein Dichten ist auch das Schnapsgenießen,
nur das die Verse nach innen fließen.

79

Er kennt mehr Genüsse als irgendein Mann,
den ich je getroffen habe.
Er denkt aus Sinnlichkeit.
Zu einem guten Schnaps und einem neuen Gedanken könnte er nicht nein sagen.

80

Bei einem guten Schnäpschen
geht die Zunge auf Stelzen.

81

Je stärker die Schnäpse,
je schwächer die Beine.

82

Nichts macht mit der Landschaft vertrauter,
als der Genuß von Schnäpsen aus Obst,
welches auf ihrer Erde gewachsen
und von ihrer Sonne durchleuchtet wurde.

83

Si colmi il calice - Füllet den Becher
Di aqua vita eletto; - mit köstlichem Schnaps;
Nasca il diletto, - es wachse die Freude,
Muoia il dolor. - es schwinde die Pein.

84

Im Schnaps liegt auch Wahrheit -
und mit der stößt man überall an.

85

Der Name Wirtemberg
Schreibt sich vom Wirt am Berg -
Ein Wirtemberger ohne Schnäpselein,
kann der ein Wirtemberger sein?
frei nach F. v. Schiller

86

Das Obst für guten Schnaps wächst nur gut
unter dem Schutz eines sanften Himmels,
und ähnliche Seelen sollten diejenigen haben,
die ihn gerne trinken.

87

Der Schnaps gehört zu den kostbarsten Gaben der Erde.
So verlangt er nach Liebe und Respekt,
wir haben ihm große Achtung zu erweisen.

89

Beim Schnaps denkt man,
beim Wein spricht man,
beim Sekt macht man Dummheiten.

90

Wer keinen Schnaps trinkt,
dem entgeht viel Genuß,
Wer aber zuviel Schnaps trinkt,
verdirbt sich und anderen den Genuß.

91

Es ist eine platte Ansicht zu glauben,
daß der Schnaps unmittelbar aus sich selbst alle die Wirkungen hervorbringt, die wir ihm zuschreiben.
Sein Duft und Hauch erweckt nur die Qualitäten, die schon in uns ruhen.

92

Schnaps ist das einzige Getränk,
das Frauen schöner macht,
je mehr sie davon trinken.
frei nach Madam Pompadur

93

Es gibt drei Dinge im Leben, die unerträglich sind:
kalter Kaffee,
lauwarmer Schnaps
und eine überreizte Frau.
frei nach Orson Welles

94

Nach dem ersten Glas siehst du die Dinge so, wie du sie gern hättest.
Nach dem zweiten Glas siehst du die Dinge so, wie sie nicht sind.
Und ganz zum Schluss siehst du die Dinge so, wie sie wirklich sind."
Oscar Wilde

95

Der Schnaps ist das vollendete Urbild des Genusses:
Er ist köstlich und läßt uns unbefriedigt.
frei nach Oscar Wilde

96

Schnaps ist ein Getränk das nur im Fass ,
nicht aber im Kopf still ist.

97

Der Schnaps ist ein Ding, welches in wunderbarer Weise für den Menschen geeignet ist, vorausgesetzt, dass er bei guter und schlechter Gesundheit sinnvoll und in rechtem Maße verwandt wird.

98

Schnaps ist nicht die Antwort. Hilft aber, die Frage nicht so ernst zu nehmen.

99

Hochprozentiger Schnaps konserviert alles, ausgenommen Würde und Geheimnisse.

100

Jede Begegnung mit einem so vortrefflichen Schnaps,
der auch unsere Seele berührt,
hinterlässt in uns eine Spur,
die nie ganz vergeht.

101

Schnaps macht nicht glücklich.
Aber er gestattet uns,
auf verhältnismäßig angenehme Weise unglücklich zu sein.

102

Der Schnapsteufel geht im gläsernen Röcklein spazieren.
Bauernweisheit

103

Rede wenig, rede wahr,
trinke mäßig, zahle bar.

104

Trink ich Wasser werd ich faul, trink ich Bier zieh ichs Maul, trink ich Schnaps, werd ich voll, nun weiß ich, was ich trinken soll.

105

Wer allzeit säuft und allzeit schlemmt, behält zuletzt kein ganzes Hemd.
Bauernweisheit

106

Als ich von den schlimmen Folgen des Trinkens las,
gab ich sofort das Lesen auf.
Henny Youngman

107


Der Alkohol ist ein Gift. Das haben die Physiologen bewiesen.
Aber gegen den Alkohol ist damit gar nichts bewiesen.
Denn ein Gift kann immer noch eine Medizin sein."
Egon Friedell

108

Die Zeit heilt alle Wunden.
Aus Napoléon ist ja mittlerweile auch ein Cognac geworden.
Alfred Biolek

109

Ein intelligenter Mensch ist manchmal gezwungen,
sich zu betrinken,
um Zeit mit Narren zu verbringen.
Ernest Hemingway

110

Es hat keinen Sinn, Sorgen in Schnaps ertränken zu wollen,
denn Sorgen sind sehr gute Schwimmer.

111

Man ist nicht zu betrunken,
solange man auf dem Boden liegen kann,
ohne sich festzuhalten.

112

Ein Rausch ist zu ertragen,
die Trunksucht aber nicht.
Martin Luther

113

Ein Schnapsglas, sobald es leer,
macht keine rechte Freude mehr.
frei nach Wilhelm Busch

114

Das Essen ist ein Bedürfnis des Magens,
Das Schnapstrinken ist ein Bedürfnis des Geistes.

115

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Schnaps, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag vergolden.
frei nach Theodor Storm

116

Die Erde wär' ein Jammertal,
voll Grillenfang und Gicht,
gäb's uns zur Lindrung unsrer Qual,
die edlen Schnäpse nicht.

117

Geht der Schnaps aus, hört das Gespräch auf,
geht das Geld aus, bleiben die Freunde aus.

118

Schnaps ist für alte Knaben,
eine von den besten Gaben.
frei nach Wilhelm Busch

119

Alles Gute kommt von oben,
dafür sollst du deinen Schöpfer loben!
Nun frage ich ganz unumwunden:
Kommt das Gute nicht auch von unten?
Von vorne gar oder auch von hinten?
Stets ist es wohl anderswo zu finden.
Erleichtert habe ich nun entdeckt:
Ein Schnäpschen hab ich schon in mir versteckt.
Dann lass ich doch noch welche rinnen,
dann kommt das Gute nur von Innen.

120

In einer von Sorgen aufgeheizten Zeit
Steigt der Durst nach Schnaps und mehr Gerechtigkeit.
Man trifft sich dann zur späteren Stunde
in einer Kneipe zur fröhlichen Runde,
einige Schnäpse zu trinken ganz verträglich,
um nun zu erkennen:
Eine andere Welt, ja die wäre möglich!

121

Hört, ihr Leut, bevor wir auseinandergehen,
laßt kein Schnaps auf euren Tischen stehn.
Nehmt zur Hand die Gläser, es geht um euer Wohl,
denn der Wahlspruch lautet:
Weg mit dem Alkohol!

122

Verlieb dich solange du jung bist,
die Hauptsach, du bist noch nicht blau,
denn wenn man beim schönsten Trunk ist,
bekommt man sehr leicht eine Frau.

123

Auf dieser Welt bist Du nur Gast,
bedenk es, einst musst Du wandern.
Was Du bis dahin nicht getrunken hast,
das trinken dann die ANDERN

124

Wenn der Bauer im Märzen ein Schnäpschen hebt,
hat er den Winter überlebt.

125

Es ist der Schnaps aus Baden
gewiß von Gottes Gnaden!
Genießt man diese Köstlichkeit
stets froh und mit Besonnenheit,
so kann er niemals schaden.

126

Wo man Schnäpschen trinkt kannst Du gut lachen,
böse Menschen trinken andere Sachen.