Abbildung einer Vorrichtung zur Destillation aus dem 18. Jahrhundert.
Details:
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1.Befeuerung
Als Befeuerungsmaterial wird in den meisten traditionellen Brennereien Holz bevorzugt. Moderner und natürlich auch leichter zu regulieren ist eine elektrische oder wie vielfach verbreitet eine Öl- oder Gasbefeuerung.
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2. Wasserbad
Das Wasserbad hat die Aufgabe die, durch die darunterliegende Befeuerung entstehende Wärme unter dem Brennkessel gleichmäßig zu verteilen. So wird auch das Anbrennen der Maische im darüberliegenden Brennkessel verhindert.
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3.
Schlempenablassrohr
Nach der Destillation wird hier die verbrauchte Maische (Schlempe) aus dem Brennkessel ( 6 ) abgelassen bzw. abgepumpt.
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4.
Maische
Die Maische ist das Roh- oder Ausgangsmaterial für die Destillation.
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5.
Einfüllöffnung für den Brennkessel
(Kesselbrust)
Hier wird die Maische in den Brennkessel eingefüllt.
Sehr komfortable Brennanlagen verfügen zusätzlich über einen am Brennkessel angebrachten Rohranschluss. Durch dieses Rohr kann die Maische dann direkt in den Brennkessel gepumpt werden.
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6.
Brennkessel
In diesem meist aus Kupfer gefertigten Behälter wird das alkoholhaltige Ausgangsmaterial - die Maische ( 4 ) "gekocht". Die dadurch entstehenden Dämpfe steigen nach oben.
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7. Rührwerk
Ein Elektromotor treibt einen "Propeller" an. Dadurch wird die Maische während der Destillation mechanisch durchmischt. Eine gleichmäßigere Wärmeverteilung wird dadurch erreicht.
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8. Sammelhut
Die Alkoholdämpfe sammeln sich im "Hut". Dieser Sammelhut kann auch Zylinderförmig sein.
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9.
Lutterwasserrücklauf
Destillation ist im Prinzip ein Trennverfahren von erwünschten und unerwünschten Stoffen.
Bei den unterschiedlichen Destillationsstufen innerhalb einer modernen Destillationsanlage werden die nicht ausreichend gereinigte Dämpfe wieder zu dem sog. Lutterwasser verflüssigt und zum Ausgangsmaterial zurückgeführt.
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10. Die sog. Verstärkereinheit
Gehäuse in Röhrenform (meist aus Edelstahl) für Glockenböden (11 ) und Dephlegmator ( 12 ).
Sind ausreichend hohe Räume für die Destillationsanlage vorhanden wird die Verstärkereinheit direkt auf dem oberen Teil des Brennkessel angebracht.
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11. Verstärkungsböden (Glockenböden)
Zu den Verstärkungsböden wird durch spezielle Schlitze oder Löcher der Dampf geleitet, so dass durch Kondensation auf den Verstärkungsböden eine Flüssigkeit mit Sprudelschicht entsteht. Bei der Änderung des Aggregatszustandes (hier Kondensation), wird die Verdampfungswärme der kondensierenden Komponente wieder frei. Diese kommt wiederum der noch dampfförmigen Komponente zu Gute. Der Anteil des Dampfes mit dem niedrigeren Siedepunkt wird also, (je nach Kochpunktdifferenz der Anteile des Dampfes), erst später an den Verstärkerböden kondensieren. Dieser Prozess des Verdampfens und der Kondensation setzt sich über die ganze Glockenbodenkolonne fort, bis das Ende der Kolonne erreicht ist
Man könnte auch sagen, dass der Dampf auf den Verstärkerböden in seinem eigenen Kondensat gewaschen wird und die Zusammensetzung des Kondensates sich solange ändert, bis die Bestandteile des Dampfgemisches entsprechend ihres jeweiligen Siedepunktes getrennt sind.
Bei modernen Brenngeräten ist es möglich auch einzelne Verstärkerböden abzuschalten.
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12. Dephlegmator
Dieser mit Wasserkühlung ausgestatteter Aufsatz verhindert, dass niedrigsiedende (alkoholarme) Dämpfe passieren können.
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13. Katalysator
Der Katalysator verringert den Ethylcarbamat- bzw. Blausäuregehalt des Destillates. Vor allem beim Destillieren von Steinobstmaischen kommen diese Stoffe oft in unerwünscht hoher Menge vor.
Das Katalysatorgehäuse besteht meist aus Edelstahl und kann auch waagrecht angeordnet sein. Im Inneren befinden sich Röhren, Lammelen oder Ringe aus Kupfer mit großer Oberfläche. Blankes Kupfer bindet (reagiert) Ethylcarbamat, welches eine Vorstufe von Blausäure ist.
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14. Gegenstromkühler
Über das Geistrohr tritt der heiße Destillatdampf von Oben in den Kühler ein. Von Unten wird kaltes Wasser in die Kühlröhren geleitet. Dadurch kühlt der Dampf ab und kondensiert zum Destillat. Heute werden fast ausschließlich Röhrenkühler aus Edelstahl verwendet.
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15. Vorlage
Das Destillat läuft vom Kühler direkt in ein kleines Edelstahlgefäß in welchem ein Alkoholmeter mit Thermometer schwimmt. Dadurch wird der Brenner während des Destillationsvorganges über den Alkoholgehalt und die Temperatur des aus dem Kühler austretenden Destillates informiert. Diese Informationen helfen dem Brenner den richtigen Zeitpunkt zur Abtrennung von Vor-, Mittel- und Nachlauf zu bestimmen.
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