Pflaumenbrand, Pflaumenwasser, Pflümle
Die ursprüngliche Heimat unserer heutigen Pflaumen liegt in Asien.
Im Kaukasus und am Kaspischen Meer wurden sie bereits vor unserer Zeitrechnung kultiviert.
In den Pfahlbauten der Schweiz und Italien hat man Samen von Wildpflaumen gefunden.Daher kann davon ausgegangen werden dass schon unsere frühen Vorfahren Pflaumen genossen haben. Diese Pflaumen waren Wildpflaumen und sind genetisch sehr nahe Verwande der Schlehe.
Der griechische Arzt Dioskurides erwähnt die Pflaumen und Zwetschgen bereits im 1. Jhdt. n. Chr. in seinen Aufzeichnungen.
Die Römer brachten die Pflaumenart der Zwetschgen von ihren Feldzügen mit und verbreiteten sie dann in ganz Europa. Plinius (823 v. - 79 n.Chr) beschreibt diese Obstbäume und ihre heilkräftige Wirkung in seinen Büchern.
Um den Zwetschgenbaum ranken sich viele Legenden und Bräuche. Heiratsorakel und Geburtsprophezeiungen, Glücksbringer und Gesundheitsbaum, alles findet sich beim Pflaumen und Zwetschgenbaum.
In der Naturheilkunde werden frische Pflaumen jenen Menschen empfohlen, die an Rheuma, Arterienverkalkung, Verstopfung und Leberkrankheiten leiden.
Heute noch anzutreffende Urformen der Pflaumen sind Zibarten, Haferpflaumen und Löhrpflaume welche vorwiegend im süddeutschen Raum (Baden) für Edelbrände verwendet werden.
Als Kulturformen werden bei uns folgende Arten angebaut:
Kirschpflaume,
Reineclaude,
Zwetschgen.
Obstbrände aus verschiedenen Pflaumensorten werden in Baden auch als "Pflümli" bezeichnet. Die Qualität dieser Badischen Obstbrandspezialität bestimmt neben dem Können des Brenners vor allem die ausgewählten Pflaumensorten sowie deren Reifegrad.
Pflaumenbrand oder Pflaumenwasser ist eine Edelspirituose der Kategorie Obstbrand aus vergorenen Pflaumen. Anstelle der Bezeichnung "Pflaumenbrand" kann auch die Bezeichnung "Pflaumenwasser" treten.
schnapsler.de > Zibartenbrände
schnapsler.de > Pflaumenbrände
