Johannisbeerbrand
Da Johannisbeeren wohl schon in der Steinzeit gesammelt wurden zählen diese mit zu den ältesten Nahrungsmitteln der Menschen.
Die Heimat der Johannisbeeren ist Europa und Asien.
Die Schwarze Johannisbeere ( Ribes nigrum ) nennt man im deutschsprachigen Raum auch Bocksbeere, Ribisel, Alpenbeere oder Albeere.
Die Sträucher der Johannisbeere werden ca. 1 - 2 m hoch. Die gelblich grünen Blüten der Johannisbeere erscheinen von April bis Mai. Die Früchte reifen von Juli bis August.
Die Schwarze Johannisbeere wird seit dem 16. Jahrhundert kultiviert und heute hauptsächlich in Heckenkulturen angebaut. Die Vorraussetzungen für den erfolgreichen Anbau der Johannisbeere ähnelt denen des Weins, jedoch wird ein nährstoffreicher Boden bevorzugt. Durch notwendigen regelmässigen Rückschnitt der Sträucher und deren sensibilität gegenüber Schädlingen ist die Pflege der Johannisbeeren wohl ebenso mühsam wie bei Weinreben.
Die besten Johannisbeeren finden sich hauptsächlich in den klimatisch begünstigten, aber nicht zu trockenen Regionen.
Die Schwarzen Johannisbeeren haben einen sehr hohen Anteil an Vitaminen und Kalium (in 100 g ca. 140 mg Vitamin C, ca. 300 mg Kalium ), sowie an Flavonoiden, denen eine tumorhemmende Wirkung nachgesagt wird. Die Inhaltstoffe der Johanisbeerblätter zeigen auch positive Wirkung bei Rheuma und Gicht und werden seit Altershehr als Heilmittel eingesetzt.
Ein Johannisbeerenbrand oder Johannisbeerenwasser wird aus den vollreif geernteten Johannisbeeren gewonnen. Um einen reitönigen Brand zu bekommen ist die Entfernung der Beerenstengel notwendig. Entscheidend ist auch die saubere Gärung. Dies geschieht i.R. unter zuhilfenahme von Reinzuchthefe und unter Säureschutz. Wichtig ist weiterhin eine nicht zu hohe Gärtemperatur und das sofortige Destillieren nach beendeter Gärung.
Je nach Jahr variiert die Ausbeute (Verhältnis zwischen eingesetzter Maische und daraus gewonnenem Destillat). In kühlen und regnerischen Jahren liegt die Ausbeute nur zwischen 2 bis 3 Liter Alkohol/100 kg Maische. In besonders sonnigen Jahren wie z. B. 2003 kann die Ausbeute auch etwas höher sein.
Das Aroma eines Johanisbeerbrandes ist sehr fein und dezent ausgeprägt.
Der Johannisbeerenbrand ist eine sehr seltene, im Geschmack sehr "feingliedrige" Edelbrandspezialität, welche von Freunden hochprozentiger Raritäten sehr geschätzt wird.
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