Haselnussgeist

 

Die Haselnuss ist die Frucht des wildwachsenden, oder in zahlreichen Zuchtformen kultivierten Haselstrauches.

Die Haseln (Lath. Corylus) sind verholzende Sträucher und Bäume, welche zu der Familie der Birkengewächse (Lath.  Betulaceae = Birken, Erlen,  Hainbuchen usw.) gehören.

Halsennusssträucher werden in freier Natur ca. 3 - 5 mtr. hoch.
Besonders gut gedeihen Haselnusssträucher an einem sonnigen Standort und auf feuchten, gut durchlüfteten, warmen Böden, die einen möglichst hohen Humusgehalt aufweisen.
Haseln sind zweigeschlechtlich (Mönozie) Pflanzen und somit befinden sich die weiblichen und männlichen Blüten auf einem Haselnussstrauch. Haselnusssträucher blühen im Januar. Die reifen Haselnüsse werden im August geerntet. Die Haselnusshülle ist relativ dünn. In der Haselnuss befindet sich nur ein einziger Samen. 

Die Haselnusssträucher sind wohl auch eine sehr robuste Pflanzenart. Verschiedene Funden lassen vermuten , dass die ersten Haselnüsse bereits im  Eozän, also vor ca. 55,8 Millionen Jahren heranwuchsen. Auch kann ein Haselnussstrauch sehr alt (80 bis 100 Jahre) werden.
In Freier Natur sorgen für eine großflächige Verteilung der Samennüsse Kleintiere, wie z.B. das Eichhörnchen, aber auch Vögel wie Kleiber und Eichelhäher sind an der Ausbreitung beteiligt. In den Haselnusskulturen wird die vegetative Vermehrung (Stecklingsbewurzelung, Pfropfen usw.) angewandt. 

Die in den Supermärkten lose oder abgepackt angebotenen Haselnüsse sind natürlich aus Haselnusskulturen und meist die Nüsse der Lambertshasel (Lath. Corylus maxima) . Üblicherweise wird die Bezeichnung Haselnuss für die Früchte beider Arten, also der Gemeinen Hasel (Lath. Corylus avellana), sowie für die Lambertshasel verwendet. Die weltweit meistverbreiteten Haselnusskultursorten sind wohl Tomboul und Sivri, in Deutschland die "Hallesche Riesennuss" und "Zeller Nuss". Die Nüsse, oder das daraus gewonnene Haselnussöl (Huile de noisette), werden üblicherweise für Backwaren, Süßigkeiten (Nougat), sowie auch für Speiseeis verwendet.

Haselnüsse enthalten neben öligem Fett auch Kohlenhydrate, Kalium; Kalzium, Phosphor, Magnesium, sowie die Vitamine A, E, B1, B2, B6, C.

Die Haselnuss ist wohl eines der ältesten Lebensmittel überhaupt. Einige versteinerte Funde von Haselnüssen werden bis  8000  v.Chr. zurück datiert. Der griechische Heeresführer Xenophon berichtete um 400 v.Chr. von einer kleinen Nuss aus Nordanatolien, die er "Pontus Nut" nannte. Der Grieche Theophrastus (372-287 v.Chr.) gilt als der erste Gelehrte, der sich ernsthaft mit Baum- und Holzkunde beschäftigt hat.  Theophrastus erläuterte eine Methode, nach der man die "Pontus Nut" kultivieren konnte. Plinius der Ältere (23-79 n.Chr.) berichtet in seinem Werk Naturalis historiae, dass die Haselnuss von der Schwarzmeerküste nach Italien gebracht wurde und als die "Ponticae Nuces" oder "Nux Pontica"  bezeichnet wurde.

Der Haselnussstrauch hat in Europa auch eine sehr lange kulturelle Tradition. Die Zweige von Haselnusssträuchern  simd ein Symbol für Lebens- und Liebesfruchtbarkeit; Unsterblichkeit; Frühling und glückhaften Beginn; Wunscherfüllung und Glück. Natürlich soll der Haselnussstrauch auch vor Blitzschlag schützen und störende Erdstrahlen, sowie negativen Wasserstrahlen, ableiten.

Zweige vom Haselnussstrauch waren auch häufig ein Teil von heidnischen, wie auch christlichen Grabbeigaben.

Ruten des Haselnussstrauches wurden und wird die Eigenschaft zugeschrieben, Kraftströme fließen zu lassen. Daher werden Haselruten als Wünschelruten und somit zum Auffinden von Schätzen, Metalladern und Quellen verwendet.

Im antiken Rom war die Hasel ein Friedenssymbol. Unterhändler bei Waffenstillstands- und Friedensverhandlungen hatten als Zeichen ihrer guten Absichten einen Haselzweig in der Hand.

Unvermeidlich ist es natürlich, das auch die "heilige Hildegard von Bingen" zu der  Haselnuss ihren Kommentar niederschrieb. "Der Haselbaum ist ein Sinnbild der Wollust, zu Heilzwecken taugt er kaum" . Die Haselnuss brachte Hildegard von Bingen (wie in ihrer Zeit üblich) mit Sexualität und Fruchtbarkeit in Verbindung.


Aus Haselnüssen und hochprozentigem Alkohol einen  Haselnussgeist herzustellen ist - theoretisch - ganz einfach.

Haselnüsse knacken und von allen Hüllen befreien. Danach die Haselnusskerne zerkleinern und bei einer bestimmten Temperatur sowie über eine bestimmte Zeitspanne hinweg rösten. Nun die gerösteten Haselnüsse in hochreinem und hochprozentigem Alkohol einlegen. Der Alkohol löst die Haselnuss- und Röstaromen. Das Haselnuss- Alkoholgemisch auf die optimale %vol einstellen und sorgfältig brennen. Den so entstandenen hochprozentigen Haselnussgeist eine bestimmte Zeit lagern. Danach mit reinem Wasser auf Trinkstärke bringen und möglichst brillant filtrieren.
 
Sollte der Brenner jetzt auch alle Temperaturen, Zeiten und Einstellungen richtig gemacht haben - dann wird ein Haselnussgeist geschaffen - so wie Sie diesen bei schnapsler.de bekommen.

schnapsler.de -> Haselnussgeist

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Haselnussgeist

 

 

Haselnussfrucht

Reife
Haselnüsse
für unseren Haselnussgeist.