Genuss

"Genuss ist die angenehme Empfindung, die bei der Befriedigung eines materiellen oder geistigen Bedürfnisses auftritt" (Brockhaus Enzyklopädie, 1997).


Genuss, der Lust verwandte angenehme Empfindung.
In der Ethik proklamiert der Hedonismus das Streben nach Genuss als Lebensziel;
die Ästhetik thematisiert den Genuss als Reaktion auf die Begegnung mit dem Schönen. (Meyers Lexikon, 2007)

Genuss ist ein positiver, lustvoller emotionaler Zustand. (Thomas 1989)


Genuss ist ein sinnliches Verhalten, bei dem man sich auf Lustvolles einlässt und sich dessen bewusst ist. (Lutz 1983)


Genuss als einen psychophysiologischen Prozess mit positiver Bedeutung, der mit der individuellen Erlebnisorientierung verknüpft ist. (Schulze 1992)


Genuss charakterisiert sich durch lustvolles Erleben, durch Sinnlichkeit und durch das eigene Bewusstsein für den Vorgang des Genießens (Reflexivität). (Lutz 1983)


Das Empfinden von Lust setzt die Fähigkeit zum genussvollen Handeln und Erleben voraus. (Ulich und Mayring 1992) Lust stellt demnach ein grundlegenden Regulationsmechanismus des menschlichen Erlebens und Verhaltens dar, während Genuss demgegenüber sowohl entwicklungsgeschichtlich als auch entwicklungspsychologisch auf einer höheren Stufe anzusiedeln ist, weil der Genuss kognitive Prozesse wie zum Beispiel Aufmerksamkeit, Bewusstheit und Ähnliches mit einbezieht. (Bergler und Hoff 2002)


Fazit:
Genuss dient dem Wohlbefinden, er ruft Kreativität und Freude hervor und er unterstützt somit die seelische und körperliche Gesundheit.

-oder:


Der Kultivierte bedauert nie einen Genuss. Der Unkultivierte weiß überhaupt nicht, was ein Genuss ist. (Oscar Wilde)


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