Brombeerbrand
Brombeerbrand gilt in Kennerkreisen als ein ganz besonderer Edelbrand.
Gewonnen wird der Brombeerbrand von schnapsler.de nur aus vollreifen, handverlesenen Brombeeren (Rubus fruticosus). Nur durch die sorgfältige Auswahl der Früchte kann ein Brombeerbrand in bester Prämiumqualität entstehen.
Das Wort "Brombeere" - auch Schwarzbeere oder Kratzbeere genannt - soll eine Variation des altdeutschen Wortes für bramo-beri oder brame sein, welches soviel bedeutet wie "Dornbeere".
Zu den Kletterpflanzen gehören die Brombeeren und sind sog. Spreizklimmer. Brombeeren können unter optimalen Bedingungen über 3 Meter hoch werden.
Brombeeren sind selbstbefruchtend, das heißt der Blütenstaub einer anderen Pflanze ist für die Befruchtung nicht erforderlich. Eine vegetative Vermehrung geschieht in der Wildnis über Ausläufer und Absenker. Die meist blauschwarzen Früchte sind eigentlich keine Beeren, sondern sog. Sammelsteinfrüchte, welche sich aus den einzelnen Fruchtblättern bilden. Jede kleine Einzelbeere ist somit im Aufbau wie eine einzelne Steinfrucht (wie z. B. die Kirschen).
Die Brombeeren stammen ursprünglich aus den Wäldern Eurasiens und Nordamerikas und waren schon im Altertum als Heilpflanzen bekannt.
Schon die "alten" Ägypter haben die bei ihnen "Ibisblut" benannte Pflanze für Heilzwecke verwendet, dabei wurde auch die Wurzel zu einer harntreibenden Medizin verarbeitet. Auch vom Griechischen Arzt Hippokrates von Kós wurden Brombeeren als Heilmittel empfohlen. Ebenso Pedanios Dioscurides der griechischer Arzt, welcher im Dienste der Römischen Kaisern Claudius und Nero war, empfahl die Brombeerpflanze als Heilmittel von verschiedensten Krankheiten.
Unsere germanischen und keltischen Vorfahren benutzten die in Aschenlauge ausgekochten Blätter zum Schwarzfärben der Haare.
Im Mittelalter braute man sich "Moratum*"(auch "vinum moratum"), ein hochgeschätztes Getränk aus Brombeeren, Honig, Wein und Gewürzen. (*Reallexikon der germanischen Altertumskunde)
Kultiviert wurde die Brombeere in Mitteleuropa etwa seit dem 16. Jahrhundert in den Klostergärten. In den Klöstern wurde aus den Blättern und Wurzeln auf Grund der adstringierenden Wirkung Tees und Tinkturen zubereitet. So wurde auch im Bereich der Volksmedizin ein Brombeerblättertee bei leichten Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut und auch bei Zahnfleischbluten als Gurgellösung verwendet.
Auch im Volksglauben hatte die Brombeere ihren Platz: Brombeer-Schösslinge, über der Stalltür aufgehängt, sollten das Vieh schützen und wenn man Bettfedern durch einen Brombeerkranz einfüllte, so sollten die Hexen den Eheleuten nichts mehr anhaben können.
Allgemein bekannt wurden Brombeeren allerdings erst im 19. Jahrhundert. Systematische Sortenzüchtungen gibt es erst etwa seit Mitte des 20. Jahrhunderts. Heute sollen nun über 400 Brombeersorten bekannt sein.
Da Brombeeren nach der Ernte nicht nachreifen, verlieren sie sehr schnell ihr feines Aroma. Daher werden auch bei der Herstellung unseres Moseltaler Bromberbrandes die angelieferten Brombeeren sofort in die Maischefässer verbracht. Das besondere Vergärverfahren behält unser Brenner wie ein Geheimnis für sich. Nach der Gärung wird sehr vorsichtg in kleiner Kupferblase gebrannt. Nur wenig Zeit lässt der Brennmeister dem Brombeerbrand zum Ausruhen. Der auf Trinkstärke gebrachte Brombeerbrand mit seinen hochkomplexen und extrem empfindlichen Aromen wird schnellstmöglich in kleine Flaschen abgefüllt und bis zum Versand kühl und dunkel gelagert.
schnapsler.de > Brombeerbrand
