Apfelbrand

Den Apfel kennen wir schon seit Adam und Eva.
Die Urheimat des Apfels liegt wohl zwischen dem Schwarzen Meer und der Kaspischen See. Im Laufe Tausender von Jahren hat er sich über alle Erdteile verbreitet. Urformen des heutigen Apfels wurden in Südostasien ebenso wie im Himalaya gefunden. In allen Kulturen, in denen es Apfelbäume gibt, ranken sich viele Sagen, Mythen und Märchen um den Apfelbaum.

Der Apfel war das Symbol für das Leben, die Liebe und die Fruchtbarkeit. Wegen seiner Kugelform symbolisierte er die Vollkommenheit der Erde und des gesamten Kosmos. In den matriarchalen Kulturen war der Apfel ein Attribut der großen Göttin. Mit dem Apfel zeigte die Göttin den Weg zur Vollkommenheit.

In der germanischen Mythologie gilt die Göttin Freya als Göttin der Fruchtbarkeit. Sie wurde oft mit einem Apfel in der Hand abgebildet. Eine andere germanische Göttin war die Göttin Iduna, die im Besitz der goldenen Äpfel war. Sie gab den anderen Göttern diese Äpfel, die dann dadurch ihre Unsterblichkeit erlangten.
Auch die Kelten schrieben dem Apfel die Kraft der Unsterblichkeit zu. Außerdem gehörte der Apfelbaum bei ihnen zu den sieben heiligen Bäumen. Die anderen sechs heiligen Bäume waren die Eiche, die Birke, die Erle, die Weide, der Ilex und die Hasel.

Ein Heiligtum der Kelten war die Insel Avalon, die bekannt wurde durch das Buch "Die Nebel von Avalon". Dort gab es weder Krankheit, Altern noch Sterben. Selbst König Artus wurde dort von seinen lebensgefährlichen Wunden geheilt. Seine Schwester, die Fee Morgan, war die Königin von Avalon, die die heiligen Äpfel hütete mit der Kraft der Unsterblichkeit, des Wissens und des Lichtes.

Auch in der griechischen Mythologie symbolisierten die Äpfel die Unsterblichkeit. Herkules, der Sohn von Zeus und Alkmene, musste, um sein Heldentum zu beweisen, zwölf Aufgaben erledigen, die ihm Eurytheus auferlegt hatte. Die elfte Aufgabe war, drei Goldene Äpfel der Hesperiden zu holen. Es wird berichtet, dass er zunächst einige Abenteuer bestehen musste, bevor er in den Garten der Hesperiden gelangte. Die Hesperiden waren Töchter von Atlas und Hesperis, die ihren Garten der Unsterblichkeit bewachten.


Eine ähnliche Geschichte gibt es in der keltischen Mythologie. Hier ist es ein wunderschöner Baum, der goldene Lebensäpfel trägt. Und wieder werden die abenteuerlichen Reisen des Helden beschrieben, die ihn zu dem Apfelbaum führen.
In der nordischen Sage war es die Göttin Iduna, die im Besitz der Goldenen Äpfel war. Sie gab davon den Asen (Götter) zu essen, die darauf ewige Jugend erhielten. Damit ein Weiterleben nach dem Tod möglich war, legten die Hinterbliebenen den Verstorbenen Gefäße mit Äpfeln mit in die Gräber.

Die Römer gaben der Göttin der Obstbäume oder der Apfel-Mutter den Namen Pomona (frz. pomme). Sie war die Spenderin der Äpfel des Lebens und symbolisierte die gesamte Fruchtbarkeit. Auch Venus, die Göttin der Liebe, der Geburt und des Todes wurde oft mit einem Apfel in der Hand dargestellt. Ein römisches Festessen begann oft mit einer Eierspeise und endete mit einer Apfelspeise. Das Ei galt als Symbol der Schöpfung und der Apfel als Symbol der Vollendung oder der Unsterblichkeit.

Die Christen stellten sich im Mittelalter noch das Paradies als einen Garten voller Apfelbäume vor, aus dem lieblicher Gesang kam.
Die Blüte des Apfelbaums hat fünf Blüten. Wird der Apfel horizontal aufgeschnitten, ähnelt das Fruchtgehäuse einem Pentagramm, einem fünfzackigen Stern. Die Zigeunerinnen schnitten den Apfel in dieser Weise auf und gaben die eine Hälfte ihrem Partner. Die beiden Apfelhälften sollten eine zauberkräftige Nahrung für die Liebenden sein. Bei der Wahl ihres Lebenspartners warf die junge Frau dem Mann einen Apfel zu.

Der Apfel gilt auch als Lebens- und Geburtenbaum. Je nach Kultur wurde bei der Geburt eines Mädchens ein Apfelbaum und bei der Geburt eines Jungen ein Birnbaum gepflanzt. In anderen Überlieferungen ist es umgekehrt.

Als Schöpfer oder Erfinder des Reichsapfels wird Alexander der Große genannt. Er verwendete das erbeutete Gold, um sich einen Apfel schmieden zu lassen. Dieser Gold-Apfel war Sinnbild für Herrschaft und Macht.
Die christlichen Herrscher ließen den Apfel noch mit einem aufgesetzten Kreuz verzieren.

In der Heilkunde hat der Apfel seit jeher eine besondere Stellung. "An apple a day keeps the doctor away". Die Liste der Heilwirkungen des Apfelbaums und seiner Produkte sind lang. Er wirkt heilend und gesundheitsfördernd auf die Haut, den Magen-Darmtrakt, das Harnsystem und auf das Nervensystem.

Die Apfelschale ist besonders reich an Pektin, das Fruchtfleisch enthält Apfel- und Zitronensäure, mehrere Zuckerarten, Zellulose, Gerbstoff usw., außerdem noch mehr als 30 Mineralstoffe und Spurenelemente, wobei vor allem Eisen, Phosphor und Calcium genannt werden müssen. An Vitaminen enthält der Apfel Vitamin A, B1, B2, B6, E, Niacin, Folsäure und vor allem Vitamin C.
Diese Inhaltsstoffe sind allesamt wichtig für das Gleichgewicht im menschlichen Organismus.

Apfelbrand

Die empfindlichen und leichtflüchtigen Aromastoffe von Äpfel sowie der meist geringe Zuckergehalt erfordern viel Geschick und Kenntnis, um daraus einen guten Apfelbrand herzustellen. Der Erfolg, hängt wesentlich vom sorgfältigen Einschlagen und Vergären der Früchte ab.
Gerade bei sortenreinen Apfelbränden kommt hauptsächlich darauf an, dass der Brand ein Höchstmass der spezifischen Aromen der verwendeten Apfelsorte enthält. Dies erwartet der Käufer. In der Regel ist dieser auch bereit für einen sehr schmackhaften Apfelbrand etwas tiefer in die Tasche greifen. Im Hinblick darauf ist der dadurch entstehende höherer Arbeits- und Materialaufwand durchaus vertretbar.

In der Brennerei sollen nur einwandfreie Äpfel von guter Qualität verwertet werden, welche gänzlich frei von Fäulnis und Schimmel sind.

Um zugleich einen möglichst hohen Zuckergehalt zu erreichen, sollten deshalb die Äpfel fast bis zur Genussreife am Baum hängen bleiben und dann mit der Hand gepflückt werden. Weiterhin sollten die Äpfel auf dem Höhepunkt der Aromaentwicklung verarbeitet werden.
Da sich erst beim Teigigwerden die charakteristischen Aromastoffe voll entwickeln, ist es von erheblicher Bedeutung für das Aroma des Destillates. Somit kann es empfehlenswert sein die Früchte vor dem Einmaischen in Obstkisten nochmals etwas nachreifen zu lassen. Für die Erhaltung des Aromas wird weiterhin auch durch eine reine Vergärung der Maischen, sowie durch das sorgfältige Abtrennen des Vor- und Nachlaufs beim Brennen gesorgt.

Nur sorgfältigstes Arbeiten in allen Produktionsstufen führen zu einem erstklassigen und aromareichen Apfelbrand.

Um den Apfelbrand im Geschmack weiter Nuancen hinzuzufügen wird er auch in neuen oder gebrauchten Eichenfässern gelagert.
Je nach Fassart gibt dies dem Destillat Vanille- und/oder Röstaromen und/oder eine Eichennote.
Je nach Verweildauer des Apfelbrandes im Eichenfass erhält der Apfelbrand auch eine mehr oder weniger intensive Bernsteinfarbe.

schnapsler.de > Apfelbrände

nach oben

 

 

 

vollreife Äpfel

Beste
erntefrische
Äpfel
für feine
Apfelbrände

 

 

 

 

Apfelsorte Gala Royal

Prächtiger Apfel
der Sorte
Gala-Royal

 

 

 

Apfelsorte Cox-Orange

Cox-Orange
Äpfel vom
Bodensee

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kleine Eichenfässer

In kleinen
Eichenfässer
reift der
Apfelbrand.