Birnenbrand von der Palmischbirne
Die Palmischbirne auch Böhmische Birne, Beimischbirne, Bäumschbirne, Mädlesbirne, Hutzelbirne oder Schwabenbirne genannt ist eine sogenannte alte Birnensorte.
Die Palmischbirne wird als typischer Streuobstwiesenbaum gepflegt und gilt unter Kennern als hervorragende Most- und Brennbirne.
Palmischbirnenbäume können bis zu 20 m hoch werden, sehr breite Kronen ausbilden und einen Stammumfang von über 3 mtr. erreichen. Alte Palmischbirnenbäume prägen so aufgrund ihrer überaus imposanten Größe einige der typisch schwäbischen Streuobstwiesenlandschaften.
Der unsichere, stark schwankende Ertrag und die mühevolle Ernte von den hohen Bäumen veranlasste jedoch viele Obstbauern auf diese Birnensorte zu verzichten.
Die ehemalige regionale Bedeutung und die Seltenheit dieser alten Birnensorte hat die Arbeitsgemeinschaft Streuobst des Landesverbandes Baden-Württemberg (LOGL) veranlasst die Palmischbirne zur Streuobstsorte des Jahres 2005 zu wählen.
Die Erntezeit der Palmischbirne beginnt ca. Anfang September.
Das Fruchtfleisch der Palmischbirne ist mattweiß, etwas grobkörnig und süß.
Da die Frucht jedoch ziemlich schnell teigig wird ist die Palmischbirne nach der Ernte nur ca. drei Wochen haltbar. Daher muss die Palmischbirne genau zum richtigen Zeitpunkt in die Maischefässer verbracht werden.
Dem Einmaischen muss der Brenner auch weiterhin besondere Aufmerksamkeit widmen, denn trotz des relativ guten Zuckergehaltes der Palmischbirne verläuft die ca. 9 Wochen andauernde Gärung oft unsauber.
Auch die Destillation muss sehr langsam und sorgfältig geschehen um einen reinen und aromareichen Palmischbirnenbrand zu erhalten.
schnapsler.de > Birnenbrand von der Palmischbirne